Gemeinfreiheit “Mein Kampf”

Mit dem 1. Januar 2016 ist jenes üble Schriftstück, das wir unter dem Titel “Mein Kampf” kennen, gemeinfrei. Es ist dies der Anlass, in einer Ausstellung rund zehn internationale Künstler zu versammeln, die sich mit der Signalwirkung und Nachwirkung dieser Hetzschrift befassen, um eine erneute Positionsklärung zu vollziehen. Es geht dabei nicht nur um die Person A H, darum eher am wenigsten, sondern viel mehr um das Nazitum, die Neonazis, Faschismus, Gefährdung unserer Freiheit durch religiöse Diktatur und so fort.
Wenn in Videobotschaften Massenmörder wie der neue Dschihadi John vom IS schon mit Invasion in Europa drohen, das sie unter die Knute des Scharia-Gesetzes bringen wollen, dann spätestens weiß man, dass unsere Freiheit wirklich akut gefährdet ist. Dagegen gilt es immer wieder ganz entschieden Position zu beziehen, auch in der Kunst.
Hitler und Stalin etwa sind ja die Paradebeispiele für menschenverachtende Unterdrückung. Die Liste ließe sich natürlich etwa durch Pol Pot und so weiter durchaus verlängern. Heute leidet die Welt unter dem vielfältigen Terror von Boko Haram über die Taliban zum IS,und das macht durchaus besorgt. Künstler reagieren darauf wie Künstler auf so etwas reagieren: jeder auf seine Art. Wir sehen wie das Bild des Gröfaz erniedrigt wird, wir sehen wie symbolisch Tiere für Opfer einstehen und wir sehen wie sich Bilder, die wir im Kopf haben, mit anderen zu neuen piktoralen Abwehr-Amuletten verbinden.
Insgesamt ergibt sich eine beeindruckende Vielfalt, die nicht nur von der Gegenwärtigkeit der Gefährdung Zeugnis ablegt, sondern auch von der Hoffnung spricht, die Kraft zu haben, die Gefahren zu überwinden. GCR