Rita Kashap Malerei Serie Alphatiere Pressetext

Rita Kashap. Serie Alphatiere. Malerei.

„Never, never, never give up”  -  Winston Churchill
 Von Alphatieren geht Faszination aus.  Eine Vision, Pioniergeist, ein starker Wille und Action bis zum Burn-out,  Erfolg  und Macht stehen für das Bild vom Anführer und ewigen Sieger.  Auch die andere Seite der Heldengeschichte rührt an unsere Fantasie:  Absturz, Entmachtung, Verbannung aus dem Olymp, Besinnung, Neubeginn. 
Das Alphatier als Sinnbild für Aufstieg und Niederlage ist ein beinahe rituell wiederkehrendes Motiv in Kashaps Werk. Das Thema ist zutiefst selbstbezogen und Ausdruck eigener existenzielle Ängste, die einem Bruch in der Lebenslinie und der Suche nach einem neuem Gleichgewicht entspringen.
Eine Reihe von Arbeiten, die in der Zeit von 2009 bis heute  entstanden sind, greift auf den Ursprung des Buchstaben Alpha und Symbole der Mythologie zurück. Alpha, abgeleitet vom ersten Buchstaben Aleph des hebräischen Alphabets steht für den Anfang und die Zahl 1. Man kann ihn als das Einzelne und auch als die Einheit, als den alles umfassenden Punkt interpretieren.
In seinem Erscheinungsbild ist Alpha die stilisierte Darstellung eines Stierkopfes mit zwei Hörnern, gleichsam die Insignien von Kraft und Beharrlichkeit, Fruchtbarkeit, Ehrgeiz und Kreativität. Die Ersten, Die Vorne Stehen zeigt die Künstlerin nicht als Helden, sondern als verwundbare narzisstische Einzelgänger:  mächtig, zerbrechlich, dissonant.
Kashaps Forschungsergebnisse zu Alphatieren sind mit ernsten, erdigen bis blutroten dunklen Farben geschrieben.  Die anfangs entstandenen großformatigen Tuschezeichnungen auf Papier finden ihr Gegenstück auf roh wirkender Leinwand. Sie transportiert in magischer Weise das Ursprüngliche und die ewig währenden Aktualität des Themas, wie eine auf Fels applizierte Darstellung, gemacht für die Zeit von Ewigkeit zu Ewigkeit. In ihrer Eindringlichkeit strahlen die Bilder Stärke und Mut aus.  Die Botschaft „Aufstehen, nicht aufgeben“ steht im Raum, erreicht den Betrachter, nimmt ihn gefangen und lässt ihn an der Zuversicht und dem positiven  Lebensgefühl der Künstlerin teilhaben.